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Was ist Hypnose

Hypnose - eine Methode mit Zukunft

Es ist nicht selbstverständlich, dass wir unsere körperliche und seelische Gesundheit bis ins hohe Alter bewahren. Doch mit unserem Verhalten und der richtigen inneren Einstellung, können wir unsere Gesundheit aktiv beeinflussen. Bei der Hypnose handelt es sich um eine wissenschaftlich anerkannte Methode, mit der wir über das Unterbewusstsein Einfluss auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden nehmen können.
Obwohl die Hypnosetherapie eine Methode ist, die bis zur Antike zurück geht, ist sie heute gefragter denn je und findet auch bei Ärzten, Psychotherapeuten und im Businessbereich immer mehr die Anerkennung, die ihr auch zusteht.
Die Hypnosetherapie ist eine effiziente Kurzzeittherapie, mit der wir Ursachen für Störungen herausfinden und Blockaden auflösen können. Zudem ist es meist in wenigen Sitzungen möglich, störende Verhaltensmuster abzulegen und neues, erwünschtes Verhalten, zu fördern, wodurch Ziele in der Regel einfacher, leichter und schneller erreicht werden als ohne Hypnose.
Die Hypnosetherapie kann als alleinige Therapie eingesetzt oder aber auch mit anderen Therapiemethoden kombiniert werden. Meist werden sehr schnell Fortschritte erzielt und es macht Freude zu sehen, wie ein Mensch in kurzer Zeit durch seine inneren Kräfte wieder aufblüht und zu mehr Lebensqualität findet.

Hypnose ist alltäglich

Was ist und was kann Hypnose?

Hypnose, das klingt nach einem ganz besonderen Bewusstseinszustand. Die Stimme des Hypnotiseurs führt uns in die Trance und wir überwinden Schritt für Schritt die Schranken unseres Bewusstseins. Tatsächlich ist die hypnotische Trance ein sehr alltäglicher Zustand. Sicher hast du schon oft Situationen erlebt, in denen du die Welt um dich herum vergessen hattest,
während du in ein spannendes Buch vertieft warst, während einer Autofahrt, bei der deine volle Konzentration auf die Straße gefordert war. Während du ein Musikstück gehört oder selbst musiziert hast.
Während du mit einer kreativen Tätigkeit wie Malen oder Dekorieren beschäftigt warst, oder während du von einer Landschaft, einem Bild oder deinem Gegenüber fasziniert warst.
Bestimmt fallen dir genügend Situationen ein, in denen du Ähnliches erlebt hast. Während eines solchen Trance-Zustandes befinden wir uns in einem Zustand höchster Konzentration. Alles andere um uns herum erscheint unwichtig und wird vom Bewusstsein ausgeblendet.
Auch Religionen arbeiten mit Hypnose, ohne dass dies ihren Anhängern wirklich bewusst ist. Die Trance oder zumindest ein tranceähnlicher Zustand werden hier mit monotonen, sich ständig wiederholenden Gesängen, sich wiederholenden rituellen Handlungen oder der Fixierung des Blicks auf Symbole des Glaubens erreicht.

Der Begriff Hypnose bezeichnet
• die Methode, den Zustand der hypnotischen Trance zu erreichen.
• den Zustand der hypnotischen Trance selbst.
Suggestionen dienen dazu, den erwünschten Zustand der hypnotischen Trance zu erreichen. Als Suggestionen bezeichnet man Handlungsvorschläge, die auf den Klienten abgestimmt sind und diesem verbal mitgeteilt werden, während er sich in einem körperlich entspannten Zustand befindet. Voraussetzung, dass die Hypnose funktioniert ist, dass der Rapport, also das Vertrauensverhältnis zwischen dem Therapeuten und dem Klienten, stimmt.
Die hypnotische Trance ist, je nach Suggestion, ein Zustand der Entspannung oder auch der Erregung. In jedem Fall ist eine Bewusstseinsänderung zu behobachten, da sich die Aufmerksamkeit des Klienten auf eine bestimmte Sache konzentriert. Diese Fixation geschieht in der Therapie auf das Thema der Behandlung. Das Unterbewusstsein des Klienten ist im Zustand der Hypnose gesteigert ansprechbar, so dass geistige „Programme“ unter Hypnose verändert werden können. Bei entsprechenden Suggestionen können hypnotische Phänomene auftreten wie Erinnerungsverlust, Armlevitation oder eine Lokalanästhesie.
In keinem Fall ist Hypnose mit einem Zustand der Macht- oder gar Bewusstlosigkeit zu verwechseln, sie ist auch kein Schlafzustand. So kann ein Hypnotisierter die Hypnose jederzeit willentlich unterbrechen. Wird in einer Hypnosesitzung etwas gegen seine Moral gesagt, kommt der Klient automatisch wieder in den Wachzustand. Der Wächter wird dann sofort aktiv, um den Klienten zu schützen. Wird während der Hypnose ein EEG (Bild der Hirnströme) aufgezeichnet, ähnelt dies dem EEG von wachen Personen. Mit herkömmlichem Schlaf hat die Hypno- se also gar nichts zu tun. Eher kann sie, vergleicht man Blutdruck und Atmung, mit Entspannung verglichen werden. Voraussetzung hierfür ist, dass vorher Suggestionen von Entspannung gegeben wurden.
Nach einer Hypnosesitzung wacht der Klient immer wieder auf. Es kann sein, dass er während der Sitzung einschläft. Dann wird er ganz normal wieder wach, so wie er auch morgens erwacht. Die Wirkung der Hypnose basiert auf einem Vertrauensverhältnis zum Therapeuten. Für die Therapie sind meist nur wenige Sitzungen erforderlich. Allein hierdurch ist die Gefahr einer Abhängigkeit vom Therapeuten kleiner als bei vielen anderen Therapien.

Wer regelmäßig mit Leuten über Hypnose spricht, wird diese Ängste und Vorur- teile sehr wahrscheinlich kennen:

  • In Hypnose verliert man die Kontrolle über sich selbst.
  • Hypnose ist gefährlich. Es kann sein, dass man nicht mehr aufwacht.
  • Hypnose ist ein komatöser Schlafzustand.
  • Hypnose macht abhängig vom Therapeuten.
  • In Hypnose plaudert man Geheimnisse aus.
  • In Hypnose macht man peinliche Dinge.

Wie nahezu alle Vorurteile basieren auch die oben genannten auf Unwissenheit und der ungeprüften Wiedergabe von Dingen, die man einmal irgendwo gehört hat. Doch wie kommt es dazu, dass über die Hypnose derart falsche Vorstellungen so weit verbreitet sind?
Leider wird Hypnosetherapie oft mit Showhypnose verwechselt oder gleichgestellt. In Wahrheit hat die auf spektakuläre Effekte bedachte Showhypnose kaum etwas mit seriöser
Hypnosetherapie gemeinsam. Für jemanden, der sich nur ein wenig mit Hypnose auskennt, sind die Tricks der Showhypnose sogar sehr leicht zu durchschauen. Damit du in Gesprächen richtig argumentieren kannst, ist es wichtig, dass du die Showhypnose kennst. Diesem Thema habe ich deshalb ein eigenes Kapitel gewidmet.

linken Gehirnhälfte ist auch der Wächter als kritischer Filter aktiv, der uns vor zu starker Beeinflussung von außen schützen soll. Ohne diesen Wächter wären wir willenlose Geschöpfe. Der Wächter vergleicht Anweisungen und Suggestionen, die von außen kommen, mit den Inhalten und Werten, die wir in unserem Unterbewusstsein gespeichert haben. Bemerkt der Wächter, dass die von außen kommenden Suggestionen nicht mit dem Unterbewusstsein in Einklang stehen, blockt er sie ab. Die Suggestionen haben dann keine Chance, bis ins Unterbewusstsein zu gelangen. Es geht also darum, Suggestionen an der linken Gehirnhälfte vorbei ins Unterbewusstsein zu schleusen, ohne dass alles genau auf Wahrheit bzw. Übereinstimmung geprüft wird.
Sobald wir unsere Muskeln entspannen oder unseren Blick nach oben richten, sendet unser Gehirn Alpha-Wellen aus. Im Alpha-Zustand überwiegt die Aktivität der rechten Gehirnhälfte. Die rechte Gehirnhälfte ist der Ort für entspannte Wachheit, hier ist unsere Fantasie aktiv. Der Wächter tritt in den Hintergrund. Dies ist vergleichbar mit einem Club, wo der Türsteher weggeht und die Gäste nun ohne Eingangskontrolle hereinkommen. Je tiefer wir in die Entspannung bzw. Trance gehen, desto schläfriger wird der Wächter und lässt die Suggestionen ungeprüft ins Unterbewusstsein. Da der Wächter seine Schutzfunktion weiterhin ausübt, wird er sofort aktiviert, wenn eine Suggestion gegen unsere Moral oder Ethik verstößt. Dabei ist es völlig egal, wie tief wir in der Hypnose sind!
Der Wächter kann auf verschiedene Arten ausgetrickst werden, so dass die Suggestionen das Unterbewusstsein erreichen:

  • Die Anwendung direkter Suggestionen führt in eine tiefe Entspannung und Trancevertiefung.
  • Indirekte, permissive Suggestionen und hypnotische Sprachmuster verwirren den Wächter und machen ihn schläfrig. Es kann auch sein, dass er gar nicht bemerkt, dass es sich um Suggestionen handelt.
  • Die Anwendung von Blitzhypnose setzt den Wächter für einen kurzen Moment außer Gefecht.

Grundlagenwissen Stress

Stress – lebenswichtig und gefährlich zugleich

Belastungen wie dringend zu erledigenden Aufgaben, das Verhalten oder die Ansprüche anderer Menschen sowie Umwelteinflüsse wie Lärm, Hitze oder Kälte wirken ständig auf uns ein. Unter Stress verstehen wir unsere Reaktion auf diese von außen auf uns einwirkenden Faktoren bzw. Stressoren.
Für die Menschen der Urzeit war Stress überlebenswichtig. Die Menschen waren zahlreichen Gefahren ausgesetzt, die nur zwei Reaktionsmöglichkeiten zuließen
– Angriff oder Flucht. Energie wurde vom Körper in beiden Fällen benötigt. Egal, ob für den Kampf mit dem Gegner oder für das Weglaufen vor dem Feind. Da- bei war Schnelligkeit unverzichtbar. Die Energie musste in kürzester Zeit und in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Ansonsten hätten unsere Vorfahren unter den Bedingungen der Urzeit nicht lange überlebt.
Stresshormone sorgen heute wie damals dafür, dass im menschlichen Körper Prozesse zur Energiefreisetzung und zur schnellen Reaktionsmöglichkeit in Gang gesetzt werden. Der Körper ist auf Angriff oder Flucht vorbereitet. Alle anderen Körperfunktionen wie die Tätigkeit der Verdauungs- und Geschlechtsorgane werden dagegen herabgesetzt.

Die Zivilisation hat ihren Preis

Die Zivilisation hat für neue Stressreize gesorgt. Statt angriffslustiger wilder Tiere und feindlicher Stämme sind die Stressoren heute cholerische Chefs und Kunden, die das Unmögliche verlangen. An die Stelle von Kälte oder Hunger sind Informationsüberflutung und ein immer komplexer werdender Alltag getreten. Evolutionsgeschichtlich betrachtet leben wir immer noch in Höhlen, so dass unsere körperlichen Reaktionen auf die modernen Stressoren noch die gleichen sind wie in der Urzeit. Hierzu gehören

• gesteigerte Anspannung der Muskulatur: Bewegung entsteht durch Spannung und ´Entspannung der einzelnen Muskeln. Worin Stresssituationen in körperlicher Ruhe verharrt dessen Muskeln haben keine Möglichkeit, sich nach einer Phase der Anspannung wieder zu entspannen. In der Folge lagern sich Toxine ab, da fehlende Bewegung ihren Abtransport verhindert. Außerdem werden die Zellen nur unzureichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Schmerzen sind hier häufig die Folge.
• erhöhte Herzfrequenz und Blutdruck: Stresshormone sorgen für einen Anstieg der Herzfrequenz und des Blutdrucks. Dies bewirkt eine zusätzliche Belastung für Herz und Gefäße. Hinzu kommt ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Herzprobleme können von eher harmlosen, aber unangenehmen Beschwerden wie Herzrasen bis hin zum Herzinfarkt reichen.
• vermehrte Freisetzung von Glukose: Glukose (Traubenzucker) liefert schnell verfügbare Energie. Wird mehr Glukose in die Blutbahn abgegeben, als von den Muskeln verbraucht wird, erhöht sich der Blutzuckerspiegel. Dies wiederum bewirkt eine vermehrte Insulinausschüttung, was ein schnelles Absinken des Blutzuckerspiegels unter die Normalwerte zur Folge hat. Typische Anzeichen einer Unterzuckerung wie Schwindel, Zittern oder starkes Schwitzen können die Folge sein.
Würden wir in unserer zivilisierten Welt mit Flucht oder gar Angriff reagieren, würden wir gegen alle gesellschaftlichen Normen verstoßen. Während der Urzeitmensch auf seiner Flucht oder im Kampf Stresshormone abbaute und Glukose verbrauchte, geben unsere modernen Stressreaktionen dem Körper keine Möglichkeit, sein physiologisches Gleichgewicht schnell wiederherzustellen. Als langfristige Folgen unserer Stressbelastung sind
• Schlaf- und Konzentrationsstörungen
• eine vermehrte Infekt-Anfälligkeit
• Verspannungen der Muskulatur weit verbreitet.

Äußere Zeichen von Stress und Entspannung

Unsere Lebensweise bringt es mit sich, dass wir ständig mehreren Stressoren ausgesetzt sind. Es ist deshalb unverzichtbar für die Erhaltung der körperlichen und psychischen Gesundheit, einen Ausgleich für diese Belastungen zu schaffen. Hypnose ist dabei eine hervorragende Möglichkeit, innert kurzer Zeit Entspannung wieder zu lernen und seine Lebensbatterien aufzuladen. Diese Entspannung ist außerdem wichtig, damit der Klient in einen Alpha- oder Theta-Zustand geht. Nur so können die Suggestionen, die du ihm während der Hypnose gibst, in sein Unterbewusstsein gelangen und dort ihre Wirkung entfalten.
Die Entspannungszeichen sind auch für Außenstehende sicht- und fühlbar. Sie dienen auch als Anhaltspunkte für Hypnosetherapeuten, um zu beurteilen, wie entspannt der Klient ist. Man sollte die Entsspannungszeichen jedoch nicht überbewerten, da sie individuell unterschiedlich ausgeprägt sind und die Wirkung der Hypnose nicht von der Tiefe der Trance abhängt.

Psychologischer Effekt der Hypnose

Die für Außenstehende wahrnehmbaren Effekte der Hypnose sind für den Klien- ten selbst meist eher angenehme Begleiterscheinungen. Wichtig ist für ihn, dass die gewünschte Verhaltensänderung gelingt.
Zu den psychologischen Effekten zählen:
• innere Ruhe.
• selbstsicheres Auftreten.
• Angstfreiheit.
• verbesserte Konzentration.
Diese Effekte sind erst mit einiger Verzögerung nach der Hypnose spür- bar und damit für Außenstehende wenig spektakulär. Es gibt keinen direkten Zusammenhang zwischen dem Eintreten der psychologischen Effekte und den im Kapitel über Showhypnose beschriebenen neurologischen Effekten. Hat jemand etwa während einer Hypnoseshow eine Amnesie erlebt und vorübergehend seinen Vornamen vergessen, bedeutet dies noch lange nicht, dass er nach einer Hypnosetherapie mit Sicherheit angstfrei sein würde. Auch umgekehrt ergibt sich aus dem erfolgreichen psychologischen Effekt noch keine Gewissheit, dass der Klient in der Lage ist, neurologische Phänomene zu produzieren.
Anspannung Entspannung
gerunzelte Stirn glatte Stirn
Augenbrauen hochgezogen Augenbrauen gelöst Pupillen verengt Pupillen erweitert
Kiefer, Lippen zusammen gepresst gelöster Kiefer, Lippen lockerer Mund trockener Mund vermehrte Speichelbildung
steifer Hals und Nacken gelockerter Hals und Nacken
hochgezogene Schultern lockere, gesenkte Schultern
schneller Puls regelmäßiger, ruhiger Puls oberflächliche, schnelle Atmung ruhige, tiefe Atmung steifes Kreuz entspannte Rückenmuskeln
kalte Finger, Schweiß-Hände warme Finger und trockene Hände angespannter Bauchbereich lockerer Bauchbereich
angeregte Nierenfunktion herabgesetzte Nierenfunktion
angespannte Wadenmuskeln lockere Wadenmuskeln
angespannte Fuß-Muskeln entspannte Fuß-Muskeln
kalte Füße warme Füße