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Hypnose bei Kindern vor einer ärztlichen Untersuchung oder Behandlung

Für viele Kinder ist der Besuch beim Arzt oder Zahnarzt mit Angst und Unsicherheit verbunden.
Für sie können die fremde Umgebung, die fremden Gerüche und Geräusche schon allein angsteinflößend sein. Hinzu kommt in dieser Situation, dass eine fremde Person (Behandler) dem Kind körperlich sehr nah kommt.

Im schlechtesten Fall hat das Kind schon einmal eine negative Erfahrung gemacht, welches dem Behandler dann eine große Portion Einfühlungsvermögen abverlangt, um das Vertrauen seines kleinen Patienten wieder zu gewinnen.

Für Therapeuten, die erfolgreich mit Kindern im ärztlichen Umfeld arbeiten und etwas bewirken wollen, ist es daher unumgänglich zu wissen, wie ein Kind Schmerz wahrnimmt, erlebt und verarbeitet.

 

Das Erleben und Verarbeiten von Schmerzen bei Kindern

Schon ab dem Säuglingsalter nehmen Kinder Schmerzen ganz bewusst wahr.

Hier ist es mitunter sehr schwer zu beurteilen, an welchen Körperteilen oder Körperstellen das Kind Schmerzen empfindet, und in welchem Ausmaß.

Dies gilt für Außenstehende, aber oft auch für Eltern und Ärzte, da dass Sprachvermögen und die kindliche Wahrnehmung noch nicht so weit entwickelt ist, als dass der kleine Patient seine Beschwerden klar äußern kann.

Eventuell kann es vorkommen , dass ein Kind über Bauchschmerzen klagt, welche jedoch mit denen eines Erwachsenen nicht zu vergleichen sind.

Da Kinder schon mal dazu neigen, Schmerzen in den Bauchraum zu projizieren, ist es nicht verwunderlich, dass sich der angegebene Bauchschmerz letztendlich als Halsentzündung herausstellt.

Eine sogenannte „erwachsene Schmerzwahrnehmung“ beginnen Kinder erst ab dem ca. 6. Lebensjahr zu verspüren. Die vollständige Entwicklung dieser Schmerzwahrnehmung dauert jedoch bis zum ca. 12. Lebensjahr. Erst dann ist diese Entwicklungsphase in der Regel abgeschlossen.

Eine optimale Vorbereitung auf die Untersuchung -nicht nur für das Kind allein

Ein wesentlicher Aspekt ist die optimale Vorbereitung auf die Untersuchung oder die Behandlung des Kindes.

Aber auch Eltern sollten in diesem Vorbereitungsprozess unbedingt mit einbezogen werden.

Nicht selten ist der Besuch beim Kinderarzt oder Zahnarzt für die Eltern ein Termin, der einen enormen Stressfaktor darstellen kann.

Ängste, Unsicherheit und Stress der Eltern sind Faktoren, die sich ganz unbewusst auf das Kind übertragen können, und somit eventuell ein negativer Verstärker auf das Kind Einfluss nehmen kann.

Ziel ist es hier, die Eltern darin zu bestärken, ihr Kind angst- und stressfrei an die Behandlung oder Untersuchung heranzuführen.